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Schon 2010 hatte sich der Eigentümer des aus den 1920er Jahren stammenden Objektes in Grünberg an die Spezialisten des Giessener-Gebäudepasses für Energieeinsparung und gesundes Wohnen gewandt. Mit dem umfangreichen Bericht des Energieberaters erhält man eine detaillierte Hilfestellung, die dabei hilft, sich für Maßnahmen zu entscheiden, die aus wirtschaftlicher Sicht und Gründen des Klimaschutzes sinnvoll sind. Bei dem hier vorgestellten Projekt wurde neben der „Energieberatung vor Ort“ auch die baubegleitende Beratung genutzt.
Das sanierte Objekt befindet sich im Sanierungsgebiet „Innenstadt Bereich II“ in Grünberg. Eine Vorbedingung war die nachgewiesene energetische Optimierung des Gebäudes um Fördermittel bei der Stadt Grünberg beantragen zu können, max. 30 % der förderfähigen Kosten. In enger Abstimmung mit Stadt und dem beratenden Sanierungsplaner können Projekte in diesem Sanierungsgebiet gefördert werden.
Ziel: Mit begrenzten Mitteln vordringliche energetische Sanierung eines Mehrfamilienhauses, Baujahr 1928, mit ca. 200 m² Wohnfläche, sodass der Energieverbrauch deutlich gesenkt und die Wohnqualität erhöht wird. „Allerdings“, so weiß der Eigentümer des Objektes, „neben der Theorie ist der Erfolg nicht unwesentlich vom Nutzerverhalten beim Heizen abhängig: Jedes Grad weniger spart 6 %Heizkosten“.
Maßnahmen:
- Dach: Aufsparrendämmung mit 16 cm PUR-Platten Wärmeleitgruppe (WLG) 024 inkl. der Austausch der Dachflächenfenster
- Neue Haustür, wärmeschutzverglast, Ud-Wert: 1,5 W/m² K
- Neue Fenster mit Wärmeschutzverglasung, Uw kleiner 1,3 W/m²K
- Dämmung der Außenwände mit 14 cm der WLG 032
Energieeinsparung: ca. 40%
Finanzierung: genutzt wurden Fördermittel im Rahmen des Programms „Städtebaulicher Denkmalschutz“ für das Sanierungsgebiet „Innenstadt Bereich II“ in Grünberg.
Fördermöglichkeiten bieten auch die Förderprogramme der Kreditanstalt für Wiederaufbau (kfw): je umfangreicher die Maßnahmen, je besser der energetische Standard, desto bessere Konditionen! Statt Kredit kann ein Zuschuss beantragt werden.
Hocheffiziente Einzelmaßnahmen (schrittweise energetische Modernisierung) werden auch von der kfw mit 7,5 % der förderfähigen Investitionskosten unterstützt, allerdings nur mit Bestätigung eines Sachverständigen.
Informationen: GIESSENER-GEBÄUDEPASS für Stadt und Landkreis Gießen, Umwelttelefon 0641-3062113 (Umweltamt der Universitätsstadt Gießen)
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Deutlich zu erkennen: Dämmplatten in grau der
Wärmeleitgruppe 032

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